Du bist was du isst!

Ich habe am vergangenen Wochenende zum ersten und letzten Mal in meinem Leben Foie gras gegessen. Und zwar nicht, weil sie mir nicht geschmeckt hätte – im Gegenteil, sie war extrem gut – aber weil es einfach nicht sein muss.

Quelle: Styleon.de

Schon vor längerer Zeit haben mein Freund und ich aufgehört Thunfisch zu kaufen, da dieser sehr stark überfischt ist. Wir haben einfach festgestellt dass Thunfisch sooo toll jetzt auch nicht ist, als dass wir nicht auf ihn verzichten könnten! Wenn ich im Cafe sehe, dass auf fast jeder Speisekarte irgendwas mit Thunfisch steht, frage ich mich wie viele Leute wohl am Tag ohne nachzudenken sowas bestellen. Dabei müsste man nur einmal kurz überlegen. Ist dieser Dosen-Thunfisch wirklich von so excellentem Geschmack dass ich nicht darauf verzichten kann? Die meisten würden wahrscheinlich merken, dass dem nicht so ist. Je weniger Thunfisch gekauft wird – desto weniger wird dieser ausbeuterische Wirtschaftszweig unterstützt!

Als Psychologin weiß ich dass es viel verlangt ist, die ganze Zeit bewusste Entscheidungen zu treffen. Unser Hirn benutzt oft den Autopiloten um in unserer hochkomplexen Welt Relevantes von Unrelevantem zu trennen. Aber wenn es um die eigene Gesundheit und die Existenz anderer Arten geht – dann kommt man meines Erachtens nicht drum herum sich über das eigene Konsumverhalten Gedanken zu machen.

Eine Sache, die ich immer wieder beim Einkaufen schwer finde ist Bio vs. Regional. Heute z.B., haben sich die regionalen Erdbeeren gegen die Bio-Erdbeeren aus Spanien durchgesetzt. Bei den Kartoffeln gabs beim Ebl welche aus Italien und aus Deutschland – da war die Sache dann schon einfacher. Im Endeffekt habe ich bei jedem Produkt, dass es mehrfach gab, Informationen einholen müssen (woher kommt es) und dann eine Entscheidung treffen müssen. Ganz schön viel kognitiver Aufwand ;-) – der sich aber lohnt!

Um noch einmal die Macher von Karma Konsum zu zitieren:  ”Du musst selbst die Veränderung werden, die Du in der Welt sehen willst” kann jeder für sich klein Anfangen um Konsum nachhaltiger zu gestalten. Bei Lebensmitteln kann man besonders gut anfangen finde ich, denn “Du bist was du isst” – der ganze kognitive Aufwand den man betreibt um einzukaufen betreibt man dann schließlich für sich und seine Gesundheit!

 

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